Beschichtungen

Die PVD-Beschichtungen gehören heutzutage wie selbstverständlich zu den eingeführten Technologien hinsichtlich Verschleißschutz, Reibungsminderung und Biokompatibilität.

PVD-Schichten werden in umweltschonenden Vakuumprozessen unter Plasmabedingungen hergestellt und vorzugsweise auf metallische und keramische Oberflächen aufgedampft.

Die niedrigen Prozesstemperaturen erlauben die Beschichtung bei Temperaturen, die unterhalb der Anlasstemperatur von Stählen liegen und so eine Gefügeveränderung ausschließen (vgl. CVD-Prozess).

PVD-Schichten werden in der Regel mit einer Schichtdicke von 2-5 µm erzeugt; die Genauigkeit wird mit +/- 1 µm angegeben.

PVD-Schichten stellen in der Regel den letzten Arbeitsgang bei der Erstellung eines fertigen Werkzeuges oder Bauteiles dar – außer die beschichtete Oberfläche wird noch durch Mikrostrahlen oder Polieren geglättet.

PVD-Schichten werden heutzutage sehr häufig in Kombination mit einer Randschichthärtung (HARD EDGE) aufgetragen, um eine ausreichende Stützhärte für die PVD-Schicht zu gewährleisten.

Die Schichtenvielfalt hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht, bedingt durch Anforderungen an die Leistungsfähigkeit / Standzeit von Werkzeugen bzw. Bauteilen.

Die technischen Anforderungen wachsen mit der Leistungsfähigkeit der Maschinen, mit der kaufmännischen Vorgabe an die Deckelung der Herstellkosten und den gesetzlichen Vorgaben für die Umwelt (Verbot Hartverchromen).